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24 Stunden-Enduro / Endurance Day 2011 am Eurospeedway Lausitzring

 

Am Pfingstwochenende (10. bis 13. Juni) 2011 wurde am Eurospeedway Lausitz eines der europäischen Highlights der Offroad-Saison 2011 geboten: Der European Endurance Day ist das größte 24-Stunden-Offroad-Rennen der Welt und mit über 1000 Startern natürlich auch die größte Offroad-Veranstaltung in Deutschland. Vier harte Männer vom MC Rehna, die für das Husqvarna Team Steinert ins Rennen gingen, haben in den 24 Stunden mit viel Motivation, Durchhaltevermögen, eisernem Willen und einer ordentlichen Ladung Humor gegen die heftige Staubentwicklung, die ca. 12 km lange und mit kleinen Gemeinheiten gespickte Strecke, den inneren Schweinehund und die zunehmenden Schmerzen gekämpft.

Matthias Göbl, Torsten Kurzweg, Daniel Radom und Marcel Lemke sind die Männer, die sich dieser Herausforderung in der so genannten Sports Class (4 Motorräder - 4 Fahrer) gestellt haben.

Gestartet wurde das Rennen am 11. Juni 2011 um 18:00 Uhr. Torsten Kurzweg übernahm für das Husqvarna Team Steinert die Aufgabe des Startfahrers und konnte sich gleich in den ersten Runden von der großen Masse absetzen. Die Möglichkeit nun "frei" zu fahren machte sich bezahlt und so konnte sich das Team - als Daniel Radom nun anstelle von Torsten Kurzweg auf die Strecke ging - bereits unter den Top 20 von 125 Teams wieder finden. Auch Daniel konnte mit durchschnittlichen Rundenzeiten von ca. 20 Minuten diese Platzierung halten. Um allen Fahrern die Möglichkeit zu gewähren noch bei Tageslicht die Strecke zu begutachten, wurde nach drei gefahrenen Runden gewechselt. Nun ging Matthias Göbl auf die Strecke und auch er kam nach einer "Kennenlernrunde" mit dem abgesteckten Kurs gut klar. Die Freude war den Jungs beim Fahren - zur Freude aller mitgereister Betreuer - anzusehen und auch Matthias hatte keine Mühe die durchschnittliche Rundezeit von 20 Minuten zu halten. Der vierte Mann im Bunde, Marcel Lemke, ging sodann kurz vor Einbruch der Dunkelheit für Matthias auf die Strecke. Hier ereilte das Team die erste Schreckensmeldung. Auf Grund eines Fahrfehlers eines vorausfahrenden Motorradfahrers hat sich Marcel bei einer Bergabfahrt überschlagen und kam mit einem lädierten Motorrad und einem geprellten Brustkorb in die Box. Während Torsten, Daniel und Matthias nun abwechselnd weiterfuhren und Runde für Runde abspulten. Wurde Marcel medizinisch versorgt und sein Motorrad instand gesetzt.

In der nun einbrechenden Nacht konnte Marcel wieder für das Team fahren und hat trotz seiner Schmerzen die zuvor gefahrenen Rundenzeiten halten können. Ein Fahrer sollte über die Nacht geschont werden und am nächsten Morgen einsatzbereit sein, sodass Torsten Kurzweg ab 24:00 Uhr in das Ruhefahrerlager zum Kraft tanken geschickt wurde. Die verbliebenen drei Fahrer machten ihre Sache während der Nacht hervorragend und bis ca. 3:00 Uhr war eine Platzierung zwischen dem 20. und 30. Platz gewährleistet. Während Matthias Göbl gegen 3:00 Uhr morgens auf der Strecke unterwegs war erlitt das Team die nächste Schrecksekunde. Anhand der mit gestoppten Rundenzeiten war ersichtlich, dass er die durchschnittliche Rundenzeit bereits weit überschritten hatte. Ein defektes Kettenrad hat ihn mitten auf der Strecke an der Weiterfahrt gehindert. Zu Fuß hat er dann den weiten Weg in die Box auf sich genommen, um den Transponder, der für die offizielle Zeitmessung während des Rennens immer von dem auf der Strecke befindlichen Fahrer getragen werden muss, an den nächsten Fahrer zu übergeben. Während nun Marcel Lemke und Daniel Radom abwechselnd für Matthias eingesprungen sind, haben zwei mitgereiste Betreuer das Motorrad aus dem Wald geholt. Die Bergungsaktion hat rund zwei Stunden gedauert und das Team auf den 53. Platz zurückgeworfen. In den frühen Morgenstunden hat sodann Torsten Kurzweg die Fahrt wieder aufgenommen und um Daniel und Marcel zu schonen nacheinander zwei Motorräder für ca. 3 Stunden um den Kurs gebracht. So haben wir viele Plätze gut machen können und als dann Matthias` Motorrad wieder fahrbereit war, konnte in Vollbesetzung wieder angegriffen werden.

Mit zunehmender Renndistanz wurde der Track immer rauer und die sich mehr und mehr herausbildenden "Waschbretter" sowie die extreme Staubentwicklung forderten Mensch und Maschine wirklich alles ab. Am Sonntag, den 12. Juni 2011 um 18:00 Uhr sehnten alle der Zieleinfahrt und damit dem Ende des Rennens entgegen. Torsten Kurzweg war für das Team als Fahrer für die Zieleinfahrt vorgesehen und hat die letzten Runden mit eiserner Disziplin hinter sich gebracht. Am Ende konnte das Team den 35. Platz von 125 Teams für sich beanspruchen und war glücklich und stolz über den Ausgang des Rennens.

Besonders bedanken möchten sich die Fahrer für die Unterstützung der Firmen Autoforum Schwerin GmbH, Maack Event, Zweiradtechnik Günter Steinert sowie bei allen mitgereisten Betreuern.


Fotos und Text von Kirsten Steinert

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